Nun ist es doch so weit, nach mehreren, eher unspezifischen ebenso wie zeitlich und beruflich verunmöglichten Gründen, startet nun doch mein Blog. Auslöser dazu ist sinnigerweise ein Bandscheibenvorfall, dessen Sekundärwirkung (vulgo: Schmerzen) mich erst 9 Tage nach dem eigentlichen Vorfall unerwartet und heftig zu Boden geschickt hat, wie Muhammad Alis einst berühmter “Phantom Punch” seine Gegner.
Die Idee dazu (eigentlich ja nichts besonderes) trage ich schon lange mit mir rum, mir fehlte nur der richtige Rahmen für das Blog und das Quentchen Zeit für die Einrichtung. Nun…Schmerzmittel im Tropf, WLAN-Zugang vom Krankenhaus tapfer erkämpt, Blog-Idee vorhanden…los gehts ,-)
Mein Motto ist schon seit vielen Jahre ähnlich: Die Welt um uns herum ist viel zu irrational, unübersichtlich, schnell-lebig, schnell-trendig und sonst-was geworden, so dass offensichtlich immer mehr Leute das Gefühl haben, die Großen Dinge nicht mehr ändern zu können. Schrumpfende Wahlbeteilungen mögen als Beispiel für einen Teil des Trends in Deutschland auf der einen Seite her halten. Auf der anderen entwickeln sich viele äußerst basisdemokratisch eingerichteten Institutionen, die von unten nach oben Macht und Meinungsprägung wieder umkrempeln. Unkonventionell mögen dies Flash-Mobs sein, institutionalisiert dann eher größere Websites bspw. mit direkter Benutzerbewertungen von Ferienzielen, Hotels etc. oder die “ganz große” Variante wie die Gründung der Piratenpartei 2006. Das Gefühl ist also trügerisch, die Realität sieht – zum Glück – eben doch noch anders aus.
Für mich selbst habe ich da in diesem Meer um uns herum längst einen Weg gefunden: Lassen wir uns doch einfach von den großen Wellen ein wenig treiben und schauen, dass wir mit klarem Kopf die Richtung im Auge behalten. Im Kleinen kraulen wir aber mit kräfigen Zügen dorthin, wo wir hin wollen. Genießen wir die schönen Momente damit sie uns in den weniger schönen Momenten Kraft und Stärke spenden. Und lassen wir uns von den Unbill des Lebens nicht über den Haufen rennen sondern werfen einen Blick auf kleine Kinder die gerade Laufen lernen: Wenn sie hinfallen, stehen sie wieder auf und sind danach sicherer auf den Beinen als vorher, ermöglicht ihnen doch erst regelmäßiges Stolpern den sicheren Umgang mit Hindernissen.